Monsta of Darknes: Wölfe

Es war ein schöner Tag, die Sonne schien und ich hatte mir etwas besonderes vorgenommen.
Ich wollte heute nach Forks und eine meiner Freundinnen besuchen. Heute war ein besonderer Tag, heute war der Tag, wo ich verwandelt wurde. Heute vor genau 50 Jahren. Also eine Rundzahl und ich war stolz darauf.
Schnell bereitete ich für meinen besten Freund – meiner Sonne – das Frühstück vor, dann stellte ich alles vorbereitet auf den Tisch, brauste hoch und weckte ihn sanft, mit einem Kuss auf der Stirn.
Er runzelte seine Stirn, knurrte leicht, öffnete dann seine Augen. Als er mich sah, gähnte er und brabbelte etwas vor sich hin. Ich kicherte. Die Morgene waren immer das gleiche mit ihm. Aber er musste nun mal aufstehen, schließlich musste er zur Arbeit.
Inzwischen war er Polizei Chef von LaPush, sowohl auch in den anderen Gegenden. Aber er blieb lieber hier in der Stadt. Seine Arbeit ging er regelmäßig nach und wie genau mein Vater schon vorher, ging Jacob vollstens in der Arbeit auf.
Wenn Charlie noch leben würde, würde er stolz sein, eindeutig. Aber leider war er schon vor zirka 14 Jahren mit alter von 80 Jahren gestorben. Er starb nicht im Altersheim, nein, er lebte mit einer anderen Frau hier in LaPush glücklich bis zu seinem Lebens Ende.
Ich war sogar dabei gewesen und er hat mir alles gute fürs  'nicht' Leben gewünscht.
Außerdem hatte er mir vor 47 Jahren eine kleine Schwester geschenkt, sie war mittlerweile schon verheiratet und erwartete bald ihr viertes Kind. Meine Nefen hießen Tobi, Nine und Mira. Bei der vierten wussten wir es noch nicht, da es noch unklar ist, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird.

Jacob aß sein Frühstück in einer Schnelligkeit auf, wo sogar ein Vampir erblassen konnte und keine Minute später war er angezogen und bereit zur Arbeit zu gehen.
Ich war froh das es so schnell ging, so eher er weg war, um so eher konnte ich endlich zu meiner Freundin gehen.
Als dann das Auto weg fuhr, brauste ich nochmal in unser Schlafs zimmer und suchte mir ein paar passende Klamotten aus, dann brauste ich gleich darauf auch schon durch den Wald.
Ich freute mich sehr.

(Tanya Pov)

Ich wusste das heute ein wichtiger Tag wäre. Heute würde Bellas Geburtstag sein und ich hatte auch schon eine Überraschung für sie vorbereitet, die gleich eintreffen sollte.
Hibbelig wie ich war lief ich im Greis vor unserem Haus umher. Eleazar und Charmen sahen mir zu, doch sagten nichts.
Kate war noch in der Stadt um uns ein paar Blut Konserven zu stehlen. Sie hatte tatsächlich ein Tierarzt gefunden, der genügend davon auf Lager hatte.
Ein Seufzer entglitt meiner Kehle und langsam setzte ich mich auf den Boden.
Bella war über die Jahre, die wir hier in Fors verbracht hatten, eine sehr gute Freundin von uns geworden.  Nein, keine Freundin, sie gehörte praktisch schon zu unserer kleinen Familie.
Damals, als wir sie kennen lernten, war sie immer wild gewesen und darauf dran uns nicht zu begegnen, doch dies lies nach einiger Zeit ab und sie erzählte von ihrer Geschichte.
Als sie geboren wurde, also ich meine die Vampir Geburt, nahmen sie die Wölfe aus LaPush auf. Sie lernte sich zu beherrschen und war in Selbstbeherrschung wohl die beste. Sie war bestimmt sogar besser als Carlisle Cullen.
Nach zehn Jahren dann lernte sie die Volturi kennen, worüber wir Denalies gar nicht erfreut waren. Sie nahmen Bella mit und trainierten sie ein wenig. Laut Bella hatte es aber keinen Spaß gemacht, deshalb holte sie sich die Erlaubnis und kam wieder hier her. Seitdem lebte sie in LaPush bei den Wölfen. Oder viel mehr beim Wolf. Es gab nur noch den Anführer, Jacob.

Er und Bella lebten immer zusammen, doch ich hatte die Geschichten gehört. Werwöfe prägen sich auf eine Person und wenn das geschieht, würde es so sein, als ob sich ein Vampir verlieben würde.
Und wenn das eintreffen sollte, würde Bella nur noch als zweite dastehen, wenn Jake sie nicht sogar raus schmiss, aus angst, das Bells seiner 'neue Flamme' Schmerzen zufügen könnte.
Ich hatte Angst um Bella, den wenn das passieren würde, würde sie kein Grund haben mehr weiter zu leben. Irgendwas war in ihrem Menschen Leben passiert, wodurch sie an Jacob hing, als ob es ihr Seelen verwandter wäre.
Aber jedes mal wenn wir sie gefragt hatten, blockte sie ab und fing von was anderem an.
Ich und auch die anderen fanden es schade, das so was überhaupt passiert ist. So ein nettes und zierliches Geschöpf sollte keine Schmerzen erleiden und erst recht nicht Selbstmord Gedanken hegen.

Wodurch ich nun auf die Idee kam, was ihr Geburtstags Geschenk sein könnte.
Ich kannte noch eine Familie, die das gleiche Problem mit einer ihrer Söhne hatte. Edward war sein Name. Er war wohl der schönste Vampir den es auf der Welt gibt und ich hoffte, das sich Bella in ihn verlieben würde. Auch wenn ich ihn liebte, so würde ich es ihr wirklich gönnen.
Es würde aber schwer werden, denn Edward lies keinen mehr an sich ran, seitdem er sein Menschen Mädchen verlassen hatte.
Ich selber hatte es versucht, doch nichts passierte. In den ersten Jahren war er kaum zu Hause und als wir erfuhren, das seine 'Freundin' tod sei, holte sich Carlisle ihn zurück. Seitdem verließ er kaum noch sein Zimmer.
Die ganze Familie war nicht mehr sie selber. Sie versuchten den Menschen so weit wie möglich fern zu bleiben und für mich selber war es eine hoch gekannte Aufgabe, sie hier her zu locken.
Meine Ausrede dazu war folgende: Wir wären in Gefahr und bräuchten von den Cullens Hilfe. So.
Aber da sie das nicht glaubte, mussten wir noch was machen. Wir schicken Irena mit zerfetzten Sachen zu ihnen und ließen sie so glauben, das wir wirklich in Gefahr seien. Witzig was?
Aber das blöde daran war, das wir Irena seitdem wirklich nicht mehr gesehen hatten. Kate und ich machten uns langsam sorgen, aber wir mussten uns zuerst um unsere kleine Bella kümmern. Sie hatte In Moment die höchsten Prioritäten.

Als ich gerade nicht aufpasste hörte ich auch schon die Schritte meines Geschenkes. Lächelnd sah ich in den Wald hinein und da kamen sie. Die Cullens. Der Weltberühmte Clan.
Auch Eleazar und Charmen lächelten nun vor sich hin.
Langsam und unsicher traten sie auf die Lichtung und ich selber bekam beinah einen Schock. Wie sie aussahen! Alle hatten pech schwarze Augen, ihr Harre hingen und ihre Gesichter waren trostlos. Nichtmal ihre Kleidung war angemesse, sie trugen zerrissene und geflickte Kleider.
Meine Lust blieb weg und ich bekam sie auch nicht so schnell wieder. Auch nicht als plötzlich noch eine Vampiren in dem Baum neben uns war. Wie ein Blitz sah ich zu Bella. Sie war erstarrt.
Shit, das alles so schnell passieren würde, hatte ich nicht geahnt.
Schnell wand ich mich zu Bella hinüber. Doch in diesem Moment schrie sie.
„Was soll das!? Warum sind die Cullens hier!“ Ein knurren schwang mit ihn ihrer Stimme und auch die Cullens konnten nicht atmen. „Warum tust du mir das an, ich dachte wir wären Freunde!“ Dann war sie weg.  

Ich konnte nur fluchen und zügelte meine Gefühle. Ich musste ihr schnellstens hinterher. Auch hinter mir hörte ich schritte, ignorierte das aber.
Leider war Bella immer schon schneller als alle anderen gewesen, sie wurde von schnellen Werwölfen aufgezogen, deshalb war sie auch genauso schnell wie sie.

Plötzlich erreichten wir die Grenze, ich bremste mit voll Gas und hinterließ ein Staubwolke. Shit aber auch, nun konnte ich sie vermutlich nicht mehr erwischen. Ich musste sie schnellstens reden und diesen Irrtum aufklären. Vermutlich glaubte sie, das wir sie hier weg bringen wollten. Zwar war das so, aber nicht so wie sie es glaubte.
Gerade als ich mein Handy raus holen wollte rannte jemand auf mich zu und das ohne zu bremsen. Es war keiner aus meiner Familie und dieser jemand würde gleich einfach so über die Grenze rennen. Postwendend drehte ich mich um und erhaschte den Arm von Edward. Ich war geschockt.
Dadurch, das ich ihn fest hielt wurde ich mit geschleudert.
„EDWARD! Nein, du darfst nicht weiter.“ Er hörte nicht auf mich, aber ich konnte ihn etwas langsamer machen, dadurch tauchten nun auch Eleazar und Charmen auf, sie halfen mir ihn komplett auf zu halten.

Doch was ich gleich von den Cullens erfahren würde, hätte ich niemals in meinem bisher langes Vampir leben geglaubt. Unsere Bella war wirklich das kleine unschuldige Menschen Mädchen von früher gewesen und Edward wollte ihr nach laufen. Wir erklärten ihnen die Lage und das Bella die einzige Vampiren sei, die nach LaPush durfte: Wir erzählte außerdem von ihrer Geschichte...

(Bella Pov)

Nun stand ich hier auf dem Baum und konnte nicht glauben, was ich sah. Die Cullens. Sie standen wahrhaftig da unten und starrten mich an, genauso wie es Tanya und ihre Familie tat. Sie starrten alle samt zu mir auf und mein Herz fing an zu bersten.
Warum hatte Tanya sie ausgerechnet heute her gebracht? Warum hat sie das getan? Ich meine schön, ich wusste, das Tanya sehr gut mit den Cullens befreundet wâr und ich hatte es schon immer gefürchtet, sie dank ihnen wieder zu sehen. Doch ich hatte gehofft, es nicht zu tun. Ich hatte gehofft, sie nie mehr wieder sehen zu müssen.
Wenn ich weinen gekonnt hätte, würde ich nun in Bächen weinen und all meinen Schmerz hier raus lassen. „Was soll das!? Warum sind die Cullens hier!“ In mir stieg die Wut an, die Wut darauf, das sie mir diese Schmerzen gegeben haben. Die Wut, das Tanya all die die ich liebte eingeladen hatte, um nun hier zu sein. Wie konnte sie bloß? Wusste sie nicht, das ich die Cullens nicht sehen wollte? Hatte ich nicht genügen kleine Andeutungen gemacht? „Warum tust du mir das an, ich dachte wir wären Freunde!“ Es wurde immer leiser und schlussendlich rannte ich einfach, ich wollte nicht mehr in die geschockten Gesichter der Cullens sehen. Sie sollten mich nicht so sehen. Nicht als Vampir sehen. Sie wollten immer, das ich ein Mensch bleibe und ich wollte das sie das auch glaubten. Und nun... hatten sie mich erbarmungslos SO gesehen.

Hinter mir hörte ich sie rennen, ich konnte nicht unterscheiden wer hinter mir rannte, aber so viele es waren, so würden es nicht nur die Denalis sein.
Schnell hatte ich auch schon die grenze erreicht und rannte einfach weiter. Ignorierend, das sie nicht weiter durften.
Auch das jemand plötzlich aufschrie, überhörte ich geschickt und rannte einfach weiter...


Schluchzend saß ich an meinem Fenster. Ich konnte immer noch nicht glauben, was heute vorgefallen war. Heute an meinem Geburtstag.
Noch heute morgen war ich so glücklich gewesen, doch nun war ich einfach... geschockt.
Vor der Tür klackerte jemand mit einem Schlüssel auf und wie selbstverständlich horchte ich. Lautes und gleichmäßiges atmen durchstieß die Stille und der Duft von nassem Hund war so deutlich wie schon lange nicht mehr.
Hatte er sich verwandelt gehabt? Ohne weiter nach zu denken rannte ich zur Tür und blieb dann geschockt stehen. Ich sah ihn nur in Shorts dort in der Tür. Sein Gesicht war grimmig und seine Augen sprühten vor Hass.
„Jake?“ flüsterte ich leise und als er mich sah wurden seine Augen liebevoll. Schnell brauste ich zu ihm hin und umarmte ihn. Er machte es mir nach. „Wie geht es dir?“
Er seufzte, sagte aber nichts weiter.
Ich knuddelte mich weiter an ihn und schmiegte meinen Kopf an dessen Brust. Er war so weich und so warm. Ich liebte es mich bei ihm auf zu wärmen und seine Hitze in mir zu spüren. Mein ganzer Körper prickelte dann und wollte mehr von seiner Wärme spüren. Er wollte sich ganz und gar wärmen. Meine steinerne Haut war das perfekte Gegenteil von meiner persönlichen Sonne. Wie Feuer und Eis. Sagte er immer stehts und so war es auch. Ich das Eis und er das Feuer. Ich der Mond und er die Sonne.

„Der Tag war heute mies gewesen.“ stieß er nach einiger Zeit wieder mit einem seufzen aus. Ich sah hinauf und wieder in seine Augen. Diesmal konnte man seine Müdigkeit regelrecht spüren.
„Was war den los gewesen?“ Ich ahnte schon, was los gewesen ist.
Er zögerte, deswegen nahm ich seine Antwort ab. „Die Cullens?“
„ja.“ schniefte er einmal und lies mich dann langsam los. „Sie wollten das ich den Vertrag ändere.. sie wollten das ich DICH zu ihnen bringe.“
Meine Augen rießen auf. Sie wollten mich? Was wollten sie von mir?! Sie wollten doch nie das ich ein Vampir werde und kaum bin ich einer, wollen sie mich zurück?! Das gibt es doch gar nicht! Wie konnten sie nur! Gesichts verzogen drehte ich mich von Jacob weg.
„Keine Angst... du bleibst hier bis sie verschwinden, ok?“ Schnell sah ich wieder zu ihm auf und die Aufrichtigkeit von ihm sprühte funken.
Langsam und vorsichtig nickte ich und so war es besiegelt... ich würde in LaPush bleiben, bis sie verschwanden...

Mir war fürchterlich langweilig, seit zwei Wochen konnte ich nicht mehr richtig jagen und auch nicht laufen. Ich durfte aus LaPush nicht weg, den die Cullens waren immer noch nicht weg.
ES WAR LANGWEILIG!
Ich seufzte und drehte mich auf meinem und Jacobs Bett einmal um und das schon zum 263 Mal. Ich hatte mit gezählt.
Seufzend sah ich mir die kleine Nachttischlampe an, die direkt auf unserem Nachttisch lag. Sie war klein, hell blau und passte perfekt hier hinein.
Vorsichtig schloss ich meine Augen und zählte... 1... 2.... 3... dann öffnete ich sie wieder. Weg war sie.
Doch kaum 10 Sekunden danach tauchte sie wieder auf. Auf stöhnend legte ich mich wieder auf die andere Seite, jetzt schon zum 264 Male.
So vieles ging durch meinen Kopf und ich wusste um ehrlich zu sein nicht, was ich zuerst denken sollte. Ein Drang ging durch meinen Körper, den ich immer und immer wieder verhinderte, das er raus kam. Der Drang einfach zu laufen und zu den Cullens zu gehen. ABER ich tat es nicht. Aus gutem Grund, den sie würden mich nur wieder verlassen.
Oder würden sie mich aufnehmen, weil ich nun ein Vampir war? Würden sie mich mit offenen Armen empfangen? Oder doch nur weil sie Schuldgefühle haben.
Außerdem wäre da noch das Problem mit LaPush. Mit meiner Familie. Mit meinen Neffen. Sie liebten mich und sie würden niemals zulassen, das ich gehe. Nicht mal ihre Mutter würde es zu lassen. Gerne erinnerte ich mich daran, wie es war, als sie noch klein waren. Sie liefen herum wie die Irren, aber ich konnte sie immer einfangen und nach Hause bringen.
Und ganz LaPush würde mich vermissen. Sie wussten von meinen Fähigkeiten und dachten ich wäre ein Held. Ich half ihnen gerne bei Unfällen oder einfach nur beim einkaufen. Sie liebten mich. Alle liebten mich und keiner von ihnen würde daran zweifeln, das ich für immer hier im Dorf bleibe.

Schnell nahm ich mein Kissen und legte es über meinen Kopf, doch es brachte nichts. Die Gedanken gingen einfach nicht weg.
Seufzend ergab ich mich und meine Arme fielen wie zerschnittene Fäden auf das Bett. Es brachte nichts...
Das Handy klingelte neben mir und erschreckt sprang ich auf und knallte mit einem betäubenden Lärm gegen die Decke. Ich war recht froh in diesem Moment, das sie fest war, sonst wäre unser kleines Haus nun Schrott.
Schnell wie der Wind nahm ich ab ohne weiter auf das Display zu schauen und als nächstes saß der Schock. Was wäre wenn nun Tanya oder einer der Cullens am Apparat waren. Ich wollte gar nicht wissen wie viele SMSs und Anrufe sie auf meiner Mailbox hinterlassen haben bis jetzt.
Geschockt lauschte ich der Stimme und war gleich darauf beruhigt. Denn es war zum Glück mein Jacob.
„Was ist los Liebling?“ Ich lächelte und mich durchströmte eine Neugierde.
„Bella... kannst du bitte sofort kommen.“ Sein Atem ging schnell und mein lächeln verblasste. Was war los?
„Wa-Was ist...“ „Komm! Ich bin nahe der Klippe... oh shit.“ Es knallte und das Handy von ihm war weg. Wenn ich nicht schon blass wäre, würde ich nun sagen, das ich weiß war wie ein Stück reines Papier.

Wie ein Blitz sauste ich aus dem Haus, durch die Stadt und ab in den Wald, Richtung der Klippen. Als ich da war, hörte ich lautes Gebell, Geheule und Geknurre. Übereilt rannte ich weiter und das war mein Fehler gewesen, denn genau vor mir tauchte ein mächtiger schwarzer Wolf auf, der knurrend auf mich zu geschossen kam. Meine Augen schossen auf und dann war es auch schon zu spät. Der Wolf schmies mich um und dann wurde mir schwarz vor Augen...

Sachte blinzelte ich und entdeckte ein paar restliche Fellbüschel vor mir liegen. Was war den passiert? Fragend sah ich mich um und sah plötzlich ein paar Harre von mir nicht weit weg liegen. Dieser Wolf hatte doch tatsächlich ein paar Harre von mir herausgerissen.
Mit meiner Hand schnappte ich danach, doch schnell musste ich bemerken... das ich keine mehr hatte.
Geschockte sah ich an mir runter, doch konnte ich nur Erde unter mir sehen. Wo war mein Körper hin!?
„Bella, beruhige dich... Ich werde dich wieder zusammen fliecken... e-es tut mir leid, ich dachte nicht das er seine eigene Tante angreift.“ Stotternd kam Jacob auf mich zu und ich konnte ihn nur anstarren, als ob er ein Gespenst wäre.
In meinem Kopf ratterte es und dann sah ich den Wolf wieder... dieser wolf war... einer meiner Neffen? Nein, das konnte doch nicht wirklich sein! Wer hatte sich von ihnen verwandelt und warum!
„Tobi hats erwischt.“ Meine Starre hielt an. „Ist es vermutlich so... das zu viele Vampire in der Nähe sind.  Die Denalis gingen ja... sie waren nicht SO viele und sie hielten sich immer weit weg von unserem Land... aber seitdem die Cullens wieder hier sind...“ Er wurde leiser, während er mir meine Körperteile langsam an machte. Er musste sie nur gegen halten und schon reagierte das Gift und fügte alles wieder zusammen. „bricht das Fieber wieder aus... es wurde schon bei fast 6 anderen Kindern fest gestellt und es werden nicht weniger... der erste war Tobi...“ Er stockte und sah mir tief in die Augen. „...Nine scheint es bald genauso zu gehen.“
Mein Herz zog sich zusammen. Tobi hat sich verwandelt und Nine sollte sich nun auch? Nein... nein und nochmals nein, das durfte nicht sein! Das konnte nicht sein! Warum? Wegen den Cullens!
Nur wegen den Cullens war nun mein ganzen Leben durch einander geraten. Nur wegen den Cullens war der Fluch wieder daheim in LaPush.
„Wo ist Tobi..“ wisperte ich, den eigentlich wollte kein Ton mehr aus meinem Mund raus kommen.
Doch Jacob schwieg und mich befiel eine unendliche Trauer...

Wir achteten jeden Tag darauf, das sich die Kinder nicht zu sehr aufregten oder etwas machten, was ihre Gefühle auf Schwung brachte. Sie durften sich nicht so schnell  verwandeln und wir mussten die Situation unter Kontrolle halten.
Da Sam selber schon alt war und nichts mehr tun konnte, gab er uns Tipps wie wir die Jungwölfe behandeln sollten und das ich großteils als Lockvogel später dienen sollte. Den bis jetzt, zum Glück, war nur Tobi ein Wolf.
Jedoch lebte er immer noch im Walde und wenn ich versuchte mich an ihn zu nähern, fletschte er seine Zähne. Was gutes hatte es dennoch, denn Tag für Tag konnte ich mich mehr an ihn nähern und einmal konnte ich sogar kurz sein Ohr kraulen.
Es war dennoch ein großer Schock für das Dorf und wir mussten mit höchster Eile ein neuen hohen Rat aufstellen, wo ich und Jacob natürlich dabei waren.

Die Tage vergingen und die Hektik nahm an. Langsam wurde es mir zu viel und ich bekam den Gedanken einfach zu den Cullens zu gehen und sie zu bitten zu gehen... was leider... ich auch tat.
So stand ich wieder auf den Baum und versuchte bei dem Anblick von den Cullens so grausam zu schauen, wie ich konnte. Denn die Trauer und die Verzweiflung waren nicht weg zu sehen, in den Gesichtern meiner damaligen Familie.
Ich liebte sie immer noch, doch sie mussten verschwinden, so sagte ich es ihnen. Doch sie wollten nicht verschwinden.
„Bella... bitte.“ flehte Alice und ging wirklich ohne zu zögern auf die Knie. „Du musst uns zu hören...“
„Nein, ihr müsst verschwinden!“ sagte ich kalt und wand mich wieder um. Der Anblick war zu viel des Guten und so musste ich schon weg, bevor ich überhaupt angefangen hatte richtig zu sprechen.

Tage lagen wieder zwischen das kleine Treffen und jetzt. Und jetzt, wo das schlimmste passierte, was wir uns je ausdenken konnten.
Wir hatten uns sorgfältig um alle Kinder gekümmert, doch Nine weigerte sich. Genauso wie es ihre Mutter tat. Ihr Grund war, da sie schon ein Kind 'verloren' hatte und ihr zweites würde nicht noch verschwinden. Wir glaubten ihnen, doch sie hatten unrecht.
Ein grauer Wolf wütete plötzlich in einem Klassenraum. Zirka 8 Kinder wurden verletzt und da wir nicht rechtzeitig da sein konnten, sah die ganze schule den riesigen Wolf. Wie dieser nach einem Vampir Ausschau hielt. Ohne zu zögern hätte er einen Menschen umbringen können, doch er hatte ein Spur entdeckt, die nicht mal ich gerochen hätte.
In großer Eile holten wir Tobi, der immer noch leicht aggressiv war, doch als er die Gedanken von Jake hörte, machte er sofort mit. Wir verfolgten Nine über die Grenze hinweg und ich bekam ein mulmiges Gefühl.
Einer der Kinder war einen der Cullens begegnet, an seinem Schulranzen war der Geruch eines anderen Vampirs gewesen, dem nun Nine hinter her rannte.

Schon von weitem hörte man das knacken von Knochen und das zersplittern von Glas. Ich bekam Angst. Hoffentlich... oh gott... hoffentlich taten sie Nine nichts an!
Und dann sahen wir den grauen Wolf auch schon, wie er durch die Luft geschleudert wurde. Ich schrie, aus vollem Leibe nach ihr und schrie das ihr nichts getan werden sollte. Wie der Wind war ich auf der Wiese vor dem Haus, um mich herum die Cullens und die Denalis. Und vor mir der Wolf, der landete, mich anschaute und nun auf mich los ging. Meine Luft blieb weg und so schloss ich meine Augen. Das Spiel kannte ich schon und das Gefühl, wie Körperteile auseinander gerissen wurden, auch.
Doch ich irrte mich wieder, den in diesem Moment kamen Tobi und Jake an mir vorbei gerauscht und rissen Nine zu Boden. Zu dritt kugelten sie sich in den Wald hinein, jaulten, knurrten um die Wette.

Zuerst überlegte ich mir, ob ich nach renne, doch kurz vor dem Wald Anfang hielt ich wieder an und Balte meine Fäuste. Der Geruch von nassen Vampiren stieg mir in die Nase und die Wut kochte in mir über. Es war alles nur ihre Schuld! Ihre, ihre, IHRE!
„Cullens!! Ihr sollt endlich verschwinden! Ich will euch nie mehr sehen. Ich hasse euch! Euch alle!“ Meine Augen waren geschlossen und ich zitterte am ganzen Leibe.
Hinter mir, sowie vor mir im Wald war es ruhig geworden. Keiner sagte mehr was. Keiner knurrte mehr.
Und dann, wie von der Wespe gestochen rannte ich in den Wald hinein. Nicht zu den Wölfen, sondern zurück nach LaPush. Ich musste mich erst einmal beruhigen und  wieder klar denken können, den in Moment war ich wild und ungezähmt, wie ein echtes Monster.

Ich heulte, auch wenn keine Tränen kamen. Ich schluchzte, auch wenn ich keine Spucke hatte. Ich biss mir auf die Lippen, auch wenn ich kein Blut hatte. Ja, ich hatte nichts davon, dennoch hatte ich meines gleichen angeschrien. Angeschrien, was ich eigentlich selber auch hätte in dieser Situation getan.
Ich hasste sie nicht. Nein, ich liebte sie! Mein Herz wollte zu ihnen und ihnen zeigen, das ich sie liebte. Das ich sie verehrte. Das sie meine Idole waren. Nur dank ihnen war ich auch Vegetarier. Nur für sie war ich einer.
Und nun wusste sie es nicht mal und ich rang mit mir, nicht doch wieder zu ihnen zu rennen und mich zu entschuldigen. Es machte nicht gerade einfach, das ich alleine war. Den Jacob hatte alle Hände voll zu tun. Nine wollte nicht in Wolfsgestalt bleiben, sie wollte wieder zu ihrer Mum und in die Schule.
Schule, ja, da wäre einige Probleme zu klären und dadurch machte er Überstunden um Überstunden... und hatte keine Zeit mir zu helfen.

Als ich wieder aufblickte, blickte ich direkt auf ein Foto. Darauf zu sehen war ich, wie ich aus Herzens Lust lachte. Tanya, die mir über die Harre knautschte und Kate, die daneben stand und es zu verhindern versuchte. Ja, sie waren meine Schwestern geworden.
Auch wenn ich mich nicht gut mit Irena vertrage... ich wusste wo ihr Gefährte hin war, doch ich konnte es ihr nicht sagen. Zu schlimm war die Wahrheit, das er gestorben ist, damit ich leben konnte.
Seufzend strich ich mit beiden Händen über meine nackten Arme.
Es tat weh... ich wollte zu ihnen zurück. Ich wollte ihnen alles erzählen.
Und nicht wissen, das sie nicht wussten, das ich sie liebte. Sie sollten es wissen! Sofort.

Schnell schloss ich meine Augen. Ich musste mich beruhigen!
Aber wie? Ich vermisste sie! Kurz zitterte mein ganzer Körper auf. Ich liebte sie doch wirklich... was sollte ich bloß machen... einerseits wollte ich hier bleiben, anderseits wollte ich zu ihnen. ...
Was hielt mich hier? Jacob, meine Neffen, ganz LaPush.
Was würde ich dort finden? Meine Familie, Schwestern, Brüder, Freunde, ein normales Vampir Leben und vielleicht, ganz vielleicht Edward?
Schnell machte ich wieder meine Augen auf, Edward. Ja, ich wollte ihn immer noch. Dringender als Jacob. Zwar hatte mir Jacob schon einige Heiratsanträge gemacht, dennoch war ich immer noch in Edward verliebt. UND Ich wollte nur ihn... vielleicht würde ich es einfach mal versuchen?

Sachte stand ich auf, atmete noch einmal tief durch und nahm meine ganze Mut zusammen. Entweder jetzt, oder nie.
Wie ein geölter Pfeil raste ich aus der Wohnung und in den Wald... erst vor dem Haus wurde ich langsamer und meine Luft blieb weg. Hier war was faul!
Wo waren die Autos hin? Warum stand die Tür offen? Und warum sah es so... verlassen aus.
Angst durchströmte plötzlich meinen ganzen Körper. Waren sie weg? Hatten sie auf meine dummen und bescheuerten Worte gehört? Hatten sie mich ein weiteres Mal verlassen?
Wenn ich weinen würde, würde ich nun still und leise die Tränen zu lassen, doch sie kamen nicht und so ging ich langsam und sicher in mein Verderbnis zu, zur Tür.

Behutsam schritt ich ein. Alles stand noch an seinem Platz, doch Bilder und co. Waren weg. Seide Laken waren über die Stühle und Schränke gezogen und in mir, wie vermutet, löste sich der Wahnsinn aus.
Gerade waren sie wieder hier gewesen und schon waren sie wieder weg. Wie konnten sie nur? Wie? Wie?
Tanya, Kate, Irenea, Eleazar, Charmen und die Cullens, sie waren alle weg. Für immer.

Sachte setzte ich mich auf eins der Sofa und starrte wie gebannt auf den Fußboden. Ich musste objektiv denken und nicht mit meinem Herzen. Wenn sie weg waren, hieße es, dass das Fieber vermutlich bald wieder verschwindet. Zwar werden sich immer noch Werwölfe verwandeln, dennoch würden nicht weitere das Fieber bekommen. Keiner würde mehr leiden. Alle würden wieder glücklich werden. Ja ALLE. Mich band ich mal lieber nicht ein, obwohl... vielleicht sollte ich mich von Jacob glücklich machen lassen?
Vielleicht sollte ich wirklich ihn heiraten? Wäre das eine Lösung... mein Herz sagt nein, mein Kopf sagt ja. Ich sollte besser auf meinen Kopf hören. Das würde für alle besser sein.

Mein Blick glitt wieder langsam nach oben und über einen Kamin entdeckte ich wieder DAS Bild. Das Bild was auch ich zu Hause hatte.
Das Bild, was sie als einziges nicht mit genommen hatten. Wollten sie mich vergessen? Warum war es noch hier.

Vorsichtig und langsam, wie in Zeitlupe stand ich auf und ging auf dieses Bild zu. Der Schmerz wurde mit jeder Bewegung stärker und als ich da war, fiel es mir schwer, das bild hoch zu heben und es an zu sehen.
Es war nicht nur ein Bild, nein, es war ein Erinnerungsstück. Wir alle drei hatten darauf einmal unterschrieben und unsere Wünsche hinten drauf geschrieben. Sachte nahm ich das Bild aus dem Rahmen und sah hinten drauf.

Tanyas Wunsch war es Edward für sich zu gewinnen, oder einen anderen Mann. Ab da war ich mir sicher gewesen, das sie die Cullens kannten.
Kates Wunsch war nicht anders, nur das sie den Namen eines anderen dort hingeschrieben hatte.
Meiner war... ja meiner war einfach nur glücklich zu werden und den Schmerz zu vergessen. Sonst nichts.
Behutsam strich ich über die einzelnen Zeilen hinweg und als ich unten ankam, strich ich weiter. Doch plötzlich strich ich über etwas, was ich gar nicht bemerkt hatte. Es war Kleber oder so... sachte nahm ich das Klebeband weg. Zum Vorschein kam noch etwas, was drauf geschrieben war.

Liebe Bella, wenn du dies finden mögest, wirst du wissen, was wir uns noch wünschen.
Wir alle des Denali Clans wünschen uns, das du einen Gefährten finden mögest und das du dein Leben als Mensch vergessen mögest. Du bist die liebste und beste Vampiren die uns unter die Augen getreten ist, deswegen verdienst du was besseres, als in einem kleinen Dorf zu leben. Ja, du liebst deine Neffen und siehst Jacob wie einen Bruder an, aber was ist mit dir? Wann wirst du lernen mit Vampiren zu leben? Wann wirst du vertrauen fassen?
Wir wünschen uns, das du eines Tages nicht mehr von LaPush und Jacob abhängig bist. Wir alle wünschen uns das so sehr und wir drücken dir immer die Daumen, denk daran.
In Liebe, deine Familie. Tanya, Kate, Charmen, Irena und Eleazar.

Ich blieb still und in meinem Kopf ratterte es. Wie durfte ich das verstehen? Sie wünschen mir Glück?
Wollten sie mir etwa nur... andere Vampire vorstellen? Wollten sie das ich glücklich werde?
Aber... kein aber... mein Gefühl sagte mir, das ich nachlaufen sollte... aber wo waren sie? Das Gefühl, das ob mich etwas zerquetschen würde, erschien plötzlich und ich bekam keine Luft mehr.

Warum bloß?
Ich schloss meine Augen.
Wenn ich sie erst gar nicht kennengelernt hätte, hätte ich diese Probleme jetzt nicht.
Ich legte meine Hand auf meinen Mund.
Warum ist das alles bloß geschehen.

„Weißt du... ich habe gelogen.“ Schnell schlug ich meine Augen auf, als diese melodische Worte mich von hinten trafen. Das ein zigste was ich nun denken konnte, war: Edward.
„Ich habe gelogen, als ich sagte, das ich dich nicht liebe. Denn ich liebe dich und ich werde das auch für immer tun. Es war ein Fehler von mir gewesen...“
Ich konnte mich nicht mehr bewegen.
„...dich zu verlassen, den du warst das beste, was mir je passiert ist. Ich liebe dich. Ich habe dich verlassen, um dich vor mir selber zu beschützen... doch ich habe uns beide umgebracht. Es tut mir so leid.“
Ich konnte noch immer nichts sagen und im Raum wurde es wieder stiller. Der unwiderruflichen Duft von ihm strömte in meine Nase und ich musste dadurch meine Augen wieder schließen.
Er war hier. Er war hier geblieben um das zu sagen. Um zu sagen das er mich bloß beschützen wollte. War er dumm? Ich wollte nicht beschützt werden, ich wollte bei ihm sein? Immer! Hat er jemals gefrgt, was ich wollte? Wusste er überhaupt was ich wollte?
Nein.
Wie wollte er dann über meinen Kopf hinweg entscheiden, was besser für mich ist? Entschied nicht nur ich über mich?

Langsam drehte ich mich um, dabei legte ich das Bild wieder auf den Kamin. Mit Augen geschlossen richtete ich mich zu Edward hin.
„Edward?“
Es blieb still, dennoch hörte ich, wie Edward scharf die Luft ein zog. Hatte er Angst? Ich musste es wissen.
Langsam öffnete ich meine Augen und  zum Vorschein kam ein Edward, den ich vor ein paar Tagen schon mal gesehen hatte, jedoch nicht mein Edward, den ich liebe.
Schwarze Augen, herunter hängende Harre und ein einfach schlaffen Körper. Er war...tod. So konnte man es beschreiben und dadurch das ich ihn so sah, durchstach es mir auch mein herz, meine ganze Wut ging in Luft auf.
Flink nahm ich meinen Mut zusammen und umarmte ihn. Er war geschockt und vorsichtig legte ich meinen Kopf auf seine Brust. Er sollte wissen, das ich nicht mehr wütend bin.
„Ich verzeih dir.“ sagte ich vorsichtig und drückte etwas zu, damit meine Worte auch unterstrichen waren.

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