Bella fühlt sich als Monster. >.<
(Bella Pov)
Schleichend ging ich die Gänge entlang und jeder der mir über den Weg lief, schreckte sogleich zurück.
Seufzend öffnete ich die Tore und ging dann vor Aro, dieser sah mich fragend an.
„Aro... ich möchte gerne ein wenig raus... ich möchte nach mir selber suchen...“ antwortete ich und sah weg. Ich wusste das er das hier nie abschlagen würde, den ich war diejenige, die hier am
stärksten war... aber genau das war der Fehler.
Er hätte mich niemals hinaus lassen sollen. Er hätte mich immer bei sich behalten sollen, den dann wäre das hier nun alles nicht geschen... ich bereute es, überhaupt gefragt zu
haben.
In diesem Moment, als ich das dachte, saß ich auf einer kleinen Boje am Hafen und beobachtet die Menschen, wie sie mir geschickt aus dem Weg gingen. Sie hatten Angst, alle hatten Angst vor mir. Kein Wunder, ich war ein Monster und selbst ich konnte mich nicht mal im Spiegel sehen...
Augen schließend lauschte ich dem Stimmen Gewirr, der Hauptsächlich immer nur um mich und meine Augen
gingen.
Warum war ich bloß von Italien weg und musste nach Amerika gehen? Warum habe ich es riskiert, meine alte Familie zu sehen?
Es zerbrach mir mein Herz, als ich in die Augen von Edward, meinem Ex-Mann sah und er mich nicht wieder erkannt hatte. Es war so... als ob tausende von kleinen Pfeilen durch mein Herz geschossen
werden würden... es war furchtbar.
Langsam öffnete ich wieder meine Augen und vor mir stand nun eine Frau. Bronze lange gewellte harre und
schockoladen braune Harre. Meine Tochter.
„Hast du Angst?“ grummelte ich vor mich ihn, wohl wissend, das sie vor ihrer eigenen Mutter ja angst haben musste.
Doch sie bewegte sich nicht von der Stelle und starrte unnachgiebig tief in meine Augen.
Ja, ich bereute es... es war Jahrhunderte Jahre her, seit ich meine Familie verließ. Nun glaubt ihr sicherlich, das ich Edward mit seinen Schmerzen alleine lies?
Nein, so was würde ich nie tun, denn es gab ein Grund, warum ich sie verlassen musste.
„Wer bist du?“ fragte Nessie schüchtern und atmete einmal tief ein und aus. Sie hatte eindeutig angst.
„Wer ich bin?“ fragte ich zurück und dachte nach. „Ich bin BlackBella... vielleicht sagt dir der Name ja was?“ Ein gemeines Lächeln huschte auf meine Lippen.
Sie sollte wieder verschwinden und am besten schreiend davon laufen und nicht vor mir stehen. Den ICH konnte mich nicht bewegen, wenn ihre Augen meine trafen, war das Gefühl der Freunde und Trauer einfach zu stark.
„Ja, der Name sagt mir was... aber ich versteh es nicht, warum bist du hier?“ fragte sie wieder und ihre Augen
verschlitzten sich.
Schnell schloss ich meine eigenen, ich wollte nicht ihn ihre schauen, zu viel Angst vor den Schmerzen.
„Darf ich nicht einfach an nem Hafen sitzen und die Frisch Luft genießen?“ Ich versuchte noch gemeiner zu grinsen, doch es half nicht.
Sie lief immer noch nicht von mir weg und bewegte sich auch kein Stückchen mehr von mir weg.
Kurz seufzte ich, als es wieder stiller wurde und dann öffnete ich meine Augen. Sie starrte mich immer noch an, als ob ich eine Hauptartaktion wäre.
„Die Volturi dürfen schon lange nicht mehr hier her, außer mit Anmeldung oder Grund... also was willst du hier?“ Die Volturi durften nicht hier her, was meinte sie, wem sie es zu verdanken hatte?
Mir. Und nur mir.
Am liebsten würde ich das ihr sofort ins Gesicht schreien, in Tränen ausbrechen und sie feste an mich drücken. Doch ich unterdrückte dieses Verlangen und wurde auf meiner Koje etwas
hibbelig.
„Ich mach bloß Ferien...“ meine Stimme versagte kaum merklich.
Ich konnte nicht mehr. Ich konnte schon nicht mehr, als ich in die strahlenden Augen von Edward Antony Masen Cullen gesehen hatte. Es war zum verzweifeln.
„Dann komm mit uns, sonst müssen wir dir ein Verbot austeilen!“ meinte sie schnaufend und versuchte dabei meine Hand zu ergreifen, die ich jedoch schnell zurück zog.
„Und wenn ich nein sage...“ wieder sackte meine Stimme weg. Bemerkte sie das?
„Dann werde ich meinen Vater holen.“ sagte sie schon lauter und voller stolz.
Meine Luft blieb dafür aber weg und in meinem linken Auge bildete sich kleine Tränen. „Warum...“ unterdrückte ich einen schlurzer. Warum konnten sie mich nicht einfach in Ruhe lassen und ihr
Leben alleine weiter leben? Warum nicht?
„Warum was?“ machte sie mich an, sie hatte wohl genug von mir. Wie alle anderen auch. Alle hatten genug vor mir und hatten angst. Alle verließen mich und ließen mich alleine zurück: Warum machte sie das nicht endlich auch!
„Warum bist du hier, hast du nichts besseres zu tun! Wieso muss ich unter deiner Anwesenheit leiden! Ich will doch
nur ein paar Ferien genießen!“ Nun war es mit mir geschehen, ich stand auf und keifte sie so laut an, das sogar die Menschen sich nach uns umdrehten.
Ich konnte doch bloß nicht mehr und erst recht, ich wollte nicht mehr. Ich wollte auf dieser verfluchten Welt nicht mehr leben. Meine Familie... ist schon lange nicht mehr meine Familie. Wieso
also noch?
„töte mich...“ wimmerte ich hilflos, als ich dann rücklings auf den Boden fiel und sie mir hinter her sah.
Plötzlich jedoch fühlte ich die Hände von mehreren Leuten, doch ich konnte nicht mehr klar denken. Es war zu viel
für mich und so schloss ich meine Augen und lies mich einfach von meinen unendlichen Schmerzen tragen...
Autotüren, das brummen eines Autos, das anhalten dieses Autos, Haustüren und dann das gemütliche Kissen einer Couch knarrte unter mir. Doch mir wars scheiß egal. Ich behielt meine Augen
geschlossen und versucht mich auf meine Schmerzen zu konzentrieren, vielleicht brachten sie mich ja irgendwann mal um?
(Edward Pov)
Es waren jetzt schon Jahrhunderte vergangen und Nessie hing immer noch an mir.
Wir beide verzweifelten... den wir wollten unbedingt wissen, wer ihre Mutter war und wie es sein konnte, das ich eine Tochter hatte.
Was steckte dahinter und warum war SIE nicht mehr bei uns. Was war bloß damals passiert, woran wir alle uns nicht mehr erinnerten? Das ein zigste, was wir entdeckten waren Bilder, Fotos und auch Vidios wo eine Person immer weg geschnitten wurden ist. Was war mit dieser Person bloß geschehen? War sie vielleicht tot... vielleicht wollte unser Instinkt ja, das wir es vergessen. Aber ICH wollte wissen, was geschehen ist.
Als Nessie und ich durch die Straßen schlenderten um zum nächsten Buchladen zu gelangen begegnete uns eine Frau,
wo ich nicht glauben konnte, wie sie aussah.
Sie war das schönste, was ich je zu Gesicht bekommen durfte und die zarte Narbe die sie hatte, was Beweis dafür, das sie schon lange lebte, war wunderbar.
Doch gleichzeitig beschlich mich eine tiefe trauer, den es war eine Volturin, die uns über den Weg lief. Nicht
weit von uns entfernt stand sie und beobachtete die Leute dabei, wie sie angst vor ihr bekamen.
Auch meine kleine Nessie bekam Angst. Sie hatte angst vor den Augen, die diese Frau hatte... golden und rot. Wie war das überhaupt möglich?
Verblüfft sah ich sie an, als ihr Blick auf mich und meine Tochter traf.
Ihre Augen weiteten sich augenblicklich und vor Schreck rannte sie hinfort.
Ich jedoch war erstarrt, am ganzem Leib zitternd. Was war nun mit mir los? Es füllte sich an, als ob mein Kopf gleich zerplatzen würde. Als ob meine Gedanken einen Flummi nach machen würden, der
nun durch meinen ganzen Kopf schwirrte.
Es fühlte sich an... als ob ich diese Frau schon mal gesehen hätte.
Erst als ich einen kleinen Spitzen Schrei hörte, wurde ich wieder etwas wacher und gleich darauf rannte ich diesem
Schrei nach und konnte nicht glaube, was ich sah.
Die Frau lag vor Nessie und sah tot aus. Als ob sie einfach umgefallen wäre.
Schnell wie der Wind nahm ich Nessie an die Hand und nahm die Frau mit ihr hoch. Wir beide waren einer Meinung, auch wenn wir nichts sagten, so konnte ich es in ihren Gedanken hören. Wir wollten sie zuerst nach Hause bringen.
Verblüfft sahen uns alle Familien Mitglieder an: Carlisle starrte wie gebannt auf das Mädchen und fragte sich, wie
es sein konnte, das ein Vampir ohnmächtig werden konnte. Ich jedoch wies sie alle an, ein wenig sich von der Frau zu entfernen.
BlackBella, so hatte es meine Tochter zu mir gesagt, hieße sie. Die Geschichten, die wir über diese Frau gehört hatte, passten so gar nicht zu der zierlichen Gestalt, die nun vor mir auf der
Couch lag.
Yasmin kam langsam hinter mir vor und fragte mich über Gedanken, was den passiert ist. Doch ich wollte ihr nicht
antworten.
Yasmin und Yas waren Geschwister und kaum ein Jahr später zu uns gestoßen. Beide wurden Vegetarier und halfen uns über unseren Schock und unseren Gedächtnis Verlust hinweg zu kommen. Doch es
nervte mich etwas, denn sie umschwärmte mich, wie eine Hummel die Blüte. Sie versuchte sich immer wieder an mich ran zu machen, ohne Erfolg, worüber ich recht froh war, den sie war nicht mein
Typ.
Natürlich waren da noch die Denalis gewesen, doch auch sie wollten uns nichts sagen. Ich wusste, das sie was
wussten, doch sie entfernten sich geschickt von uns und wir hatten sie schon seit fast einem Jahrhundert nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Sozusagen hatte Yasmin den Platz von Tanya eingenommen, mich zu um schwirren.
Fast fünfzig Jahre danach tauchte dann Morse auf und behauptete auch noch, ein verwandter von Nessie zu sein. Pha, wenn ich nicht glaube.
Das war jedoch das ein zigste was er sagte, denn weiter erzählte er nicht und schwieg. Wir nahmen ihn dennoch in unsere Familie mit offenen Armen auf und so waren wir bereits 12 Leute. Wir hatten
uns jedoch in zwei kleinere Gruppen gespalten, dennoch wohnten fast alle noch zusammen.
Jacob. Er war der Grund dafür gewesen. Auch er hatte sein Gedächtnis verloren, dennoch war er auf meine Tochter geprägt und so mussten wir ihn zwangsläufig aufnehmen.
Er wohnte mit meiner Tochter zusammen in einem anderen Haus, wo auch Morse mit wohnte. Wir anderen waren immer noch zusammen. Doch genau das war der Grund, warum ausgerechnet er jetzt nicht hier
war.
Plötzlich bewegte sich die Nase von diesem wunderschönen Geschöpf ein wenig.
Ich war beruhigt, sie war nicht tod. „können sie sich noch bewegen?“ fragte ich vorsichtig und beobachtete jede Reaktion von ihr, doch nur ihre Augen zuckten immer hin und her.
Ich startete noch einen Versuch und diesmal öffnete sie ihre Augen. Das Rote Auge mit der Narbe sah ich zu erst, doch ich schreckte nicht zurück, sondern es fühlte sich an, als ob sich mein Herz öffnen würde und mein Körper sie am liebsten an sich reißen würde...
(Bella Pov)
„Können sie sich noch bewegen?“ wisperte eine Stimme neben mir und die melodische Stimme schalte in meinem Kopf
umher. Sie war so wunderschön und gleichzeitig musikalisch zu gleich.
Die stimme verscheuchte meine wilden Gedanken und auch die Schmerzen. Verzweifelt sah ich ihnen nach, doch sie verschwanden.
„können sie mich hören?“ wisperte die Stimme noch einmal und ich öffnete langsam meine Augen. Wo war ich?
Schnell huschte meine Augen durch den Raum und das erste was ich sah, war das Familien Foto... Meine Familie am
Strand... ohne mich drauf. Trauer durchflutete meinen Körper, doch auch gleichzeitig eine angenehme ruhe und Zufriedenheit, durch schlang sich durch meine Adern. Jasper. Das war das ein zigste,
was ich dachte.
Dann sah ich mich weiter um und sah direkt in die goldesten Augen dieser Welt. Sie schimmerten etwas und blickten mir selber tief in meine Seele. Ich konnte es nicht verhindern, doch ich wollte
es. ER sollte mir nicht in die Augen blicken. Meine Augen waren mir peinlich genug. Sie machten jedem Angst, egal ob ich ihn mag oder nicht. Es machte jedem einfach nur angst.
„DU heißt also Bella, oder?“ fragte mich die Stimme nochmals und meinen Körper durchzuckte einen noch nie dagewesenen elektrischen Schlag.
„J-Ja...“ versuchte ich zu sagen, was mir aber nicht so gut gelang.
Hinter meinem Edward... ich hustete in mich hinein. Hinter meinem Ex stand die komplette Familie und weitere Figuren, die mir bis heute noch nie unter die Augen getreten sind.
Ein Frau, schlank schön und mit braunen kurzen Harre, sah mich neugierig an.
Ein Mann mit schwarzen kurzen harren hatte seine Arme ineinander verschlungen und seinem Blick wollte ich nicht begegnen, den er war voller Hass und Abscheu.
Und eine weiterer Mann, der über beide Ohren grinste. Aber was mich verwirrte war, das er tatsächlich grüne Harre hatte. Konten man sich sowas vorstellen? Also ich nicht.
„Meine Tochter hat erzählt, das du Ferien hier machst? Hat sie recht?“ Ich sah wieder in die Augen von Edward und dabei nickte ich leicht. Langsam kam die kalte Angst wieder und das Gefühl, das er mich doch nicht mehr wieder erkannte und mich abweisen würde und wie jeder andere mich in den Müll schmiss.
„Das freut mich...“ Sein schiefes Lächeln kam zum Vorschein und verscheuchte die neu hochgekommene Angst. „Dürfte ich frage, wovon sie sich ernähren?“
Ich ahnte schon, von wem die Frage wirklich kam, den Carlilse hatte sich kurz hinter ihm bewegt und als in dessen
Augen sah, sah ich Angst... sie hatten angst... vor mir?
„Tiere.“ plötzlich wurde es noch stiller, als es ohnehin schon gewesen war. Jetzt hatte ich sie ganz sicher geschockt. Bestimmt meinten sie, das ich Menschen jage, wegen mein eines rotes Augen,
doch so war es nicht. Ich jagte immer noch Tiere, auch wenn ich nun ein Monster war.
Das eine rote Auge kam nur daher, da es auch verletzt wurde und das Gift keine zufuhr dahin mehr hatte.Das reine Tier blut sammelte sich darin. Es war nämlich so, Menschen Blut kam ohne unser
Gift klar und so strömte beides unabhängig von einander in unserem Körper, doch Tier lut brauchte nun mal Gift, um etwas stärker zu sein und uns die Nötige Energie zu liefern. So kam es, das mein
rechtes Auge, das wirklich Abbild meiner Seele hergab und ich ungern weiter durch mein linkes auge, meine alten Familie sah.
Schnell setzte ich mich auf und setzte mich so hin, das ich besser durch mein goldenes Auge sehen konnte.
Die Cullens, außer Edward, erschraken kurz, doch dann begutachteten sie mein rechtes Auge voller Begeisterung.
Edward dagegen lächelte etwas. „Du bist Vegetariern und trotzdem bei den Volturi, wie kommt das?“ Kurz musterte ich ihn, doch ich durfte ihm nichts verraten, den auch die Denalis versteckten mein
Geheimnis. Sie waren mir immer treu gewesen, sogar Tanya, manchmal besuchten sie mich sogar in Voltera. Ich war verblüfft, zu einem war Tanya eigentlich hinter Edward her gewesen, zum anderen
haben sie die Volturi gehasst, was sie auch scheinbar immer noch taten. Immer wenn sie bei mir waren, sagten sie zu mir, warum ich den nicht in ihr Clan einsteigen.
Ganz einfach: Weil die Volturi sonst wieder auf die Cullens und somit auf alle anderen Vegetarier los gehen würden.
„Weil ich ein Monster bin... siehst du nicht meine Augen?“ antwortete ich ihm einfach und sprach das aus, was mein
Herz sagte. Schließlich stimmte es... wenn sie meine rechte Seite sahen, Menschen, dann glaubte sie, ich wäre eine Liebe Person, sobald sie aber meine linke sahen, weiß got, rannten sie schreiend
davon. Ich war ein Monster geworden. basta.
„Das bist du nicht.“ Mein Mund klappte auf, so verblüfft war ich über das was Edward gerade gesagt hatte. Wie kam er den darauf, hat er mich den schon mal richtig angeschaut?
Schnell zeigte ich auf mein linkes Auge. „Siehst du das hier.“ ES klang hässlich gegenüber ihm. „Davor läuft jeder weg, sogar die Wachen aus Voltera, nur ihr bleib ihr stehen... wieso rennt ihr
denn nicht auch voller Angst weg?!“ Mich überkam wieder einen Schwall von Wut, welches jedoch wiederum von Jasper hin gebogen wurde.
Doch er schüttelte wieder den Kopf, wie auch Esme, die etwas weiter außen stand.
Etwas trostlos sank mein Arm wieder auf die weichen Kissen der Couch. Sie hatten keine Ahnst vor mir? Wieso? Sie sollten Angst haben! Sie sollten es.
Tränen stiegen wieder in mein linkes Augen hoch und diesmal konnte ich es nicht verhindern, das sie meine Wange runter kullerten.
Cullens... sie waren immer schon so gewesen, seitdem ich mich erinnern konnte, sie hatten nie jemanden verurteilt, oder gar gehasst. Immer waren sie auf der guten Seite gewesen.
Schlurzer machte sich in meiner Kehle breit und mein Blickfeld links verschwamm augenblicklich. Ich konnte noch sehen, wie sich Edward schwer tat. Man konnte den Innerlichen Kampf in ihm sehen,
doch dann umarmte er mich.
Wärme durchströmte meinen Körper wie ein weiterer Blitz und Feuer breitete sich überall aus. Angenehmes Feuer loderte in meiner Brust. Liebe.
Meine Arme zitterten immer noch, doch ich konnte es nicht verhindern, ich krallte mich in das Shirt von Edward fest und konnte spüren, wie weitere Hände zärtlich meinen Rücken runter
strichen.
Alice war dazu gekommen. Meine kleine Elfe. Hatte sie auch verstanden das ich...?
„beruhige dich bitte... bitte erzähl uns deine Geschichte.“ flechte Alice neben mir auf und ich wusste, sie würde
nicht locker lassen, bevor ich über meine Geschichte alles erzählte. Nein, über unsere.
Doch meine Schlurzer und meine Tränen konnte ich einfach nicht mehr halten. Sie kamen raus, auch wenn ich es nicht wollte. Die Liebe kam raus, auch wenn ich es nicht wollte. Der Schmerz kam raus,
auch wenn ich es nicht wollte.
Erst nach gefühlten Stunden und als sich die Cullens alle auf ein paar Plätze sich gesetzte hatten, lies ich langsam die Brust von Edward los. Mittlerweile hatte sich Esme rechts von mir
platziert und Alice saß links.
Ich schnaufte nochmal und versuchte mich wieder gerade hin zu setzten, Edward lies mich jedoch nicht los, so
musste ich ihm erstmal klar machen, das er es konnte.
Wiedermütig lies er mich los und setzte sich auf einen kleinen Hocker vor mir. Es sah so aus, als ob er in der ersten Reihe sitzen möchte, um alles besser mit zu verfolgen. Doch sollte ich ihnen
wirklich alles erzählen? Ich und die Denalis hatten so lange gebraucht, alles zu verschweigen und nun sollte alles, aber auch wirklich alles offenbart werden? Traurig senkte ich meinen
Kopf.
„Bitte erzähle uns deine Geschichte Bella!“ flehte mich Alice von der Seite an. Doch ich wusste es nicht, ich müsste erst einmal die Denalis frage ob.
Ich schluckte mein Gift herunter und sah dann auf das Handy, was neben einer Kerze auf dem Tisch lag.
„I-Ich müsste kurz mal telefonieren.“ sprach ich leise aus, sodass ich befürchtete, das sie mich nicht verstanden, doch Edward tat es trotzdem und so nahm er sich das Handy und übergab es
mir.
Lächelnd sah ich ihn kurz an und mein Blick fiel danach gleich auf Nessie, die wie gebannt neben Edward saß und mit den Beinen verschränkt auf dem Boden hockte.
Vorsichtig tippte ich die für mich bekannte Nummer ein und ein noch mehr bekanntes tuten folgte darauf. Dann, als ich die Stimme von Eleazar hörte, nahm ich tief Luft und machte den Lautsprecher
an.
Mein Herz blieb stehen, den ich wusste nicht wie ich anfangen sollte. Was sollte ich sagen?
„Hallo?“ fragte mich die Stimme von Eleazar wieder und nun erstarrten sogar endlich die Cullens. Sie wussten, so gut wie ich, wer nun dran war.
„H-Hier ist Bella.“ Ich verschluckte mich beinah an meinem eigenen Gift, dennoch bekam ich es irgendwie hin weiter zu reden. „Seit ihr alle da... ich möchte mit dem gesamten Denalie Clan
reden.“
Ich hörte wie er sich einmal im Raum umschaute, da das Handy kurz raschelte, dann aber widmete sich Eleazar wieder zu mir hin. „Ja, alle sind hier, was möchtest du den Bella? Hast du Probleme? Wieder Schmerzen? Wir kommen sofort vorbei. Belästigt dich jemand...?“ „Eleazar bitte.“ seufzte ich ins Telefon hinein und ich dachte nochmals nach. Ich musste es jetzt sagen, sonst konnte ich es nie sagen.
„Ich bin bei den Cullens... und sie möchten unsere Geschichte hören.“ Sagte ich schnell und musste dabei einmal
stoppen. Es tat weh... jetzt die Denalis zu verraten, erst recht, weil sie alles für mich aufgegeben haben, was sie mit den Cullens verband.
„Seit ihr damit einverstanden... wenn wir sie gemeinsam erzählen?“ Alleine würde ich es einfach nicht übers Herz bringen, ihnen alles zu sagen.
Doch es blieb still auf der anderen Leitung. Traurig hörte ich das leise summen, was vom Handy selber stammte.
Ich biss mir schon auf meine Lippen, als ich endlich wieder was von Eleazar hörte.
„Entschuldige... wir haben eben ein paar Fotos in unsere Taschen gepackt und sind nun auf den Weg zu den Cullens. Du bist bei ihnen zu Haus, oder? Dann werden wir bald da sein... hach bin ich
froh, das du dich endlich dazu entschieden hast, zu denen zu gehen und ihnen alles zu erklären.“ seufzte er laut hörbar und ich hörte das rascheln der Büsche um ihn herum.
Ich musste kurz lächeln. Ich zu ihnen gegangen? Eher nicht.
„Dann fang mal an, oder sollen wir es machen?“
Ich schluckte und schüttelte meinen Kopf. „Ich glaube, den Anfang kann ich alleine erzählen, bleibt dran.“
„Werden wir, aber es könnte sein, das wir manchmal in Funklöcher geraten.“
Wieder nickte ich und vergaß dabei, das sie das nicht sahen. Dann sah ich hinüber zu den Cullens. Zu vielleicht meiner zukünftigen Familie... oder?
Ich schluckte nochmals. Irgendwie kam in Moment viel zu viel Gift auf, dann schnappte ich tief Luft und begann zu
erzählen.
Ich erzählte über mich, über das Leben in Forks, meiner Familie und mein Dasein als Mensch. Als ich dann an den Punkt kam, wo ich Edward begegnen sollte, konnte ich nicht mehr weiter
erzählen.
Die Cullens sahen mich eh schon mit großen Augen an, also übernahm Tanya, die ich bis jetzt noch nicht gehört hatte und erzählte für mich weiter.
„Bellas erster Tag in der schule war gleichzeitig auch eigentlich ihr Todestag, den ein Vampir hatte genau ihr Blut ins Visier genommen. Ihr Blut war für ihn das schönste, was er je gerochen
hatte...“ so führte sie weiter, ohne einen Namen zu sagen. Alle horchten der Geschichte gespannt zu. Wie James mich verfolgte... wie ER mich verließ, wie ich nach Voltera ging... Wie Victoria
nach mein Leben trachtete, die Hochzeit und dann kam sie langsam zu Nessie.
„Warte mal, du hast auch eine Halb-Vampir Tochter?!“ Nessie schaute mich mit großen Augen an und war mehr als nur begeistert. Unsicher nickte ich nur.
„Das ist ja cool, darf ich sie mal kennenlernen?“
Doch nun musste ich meinen Kopf schütteln. „Nein, den du kennst sie ja bereits.“
Sie blinzelte kurz, genauso wie es Alice tat.
„Dann ist es einer der Schwester von Nahuel?“ klang Nessie fröhlich und sah mich noch begeisterter an. Ich lächelte bloß und Tanya bittete darum, weiter erzählen zu können, was sie auch gleich
tat.
Sie erzählte von den Volturi und dann von den darauffolgenden Jahre, wo sie langsam anfing zu stocken. Ich
übernahm jetzt, da ich besser wusste, was in der Vergangenheit vorgefallen war.
„Die Volturi hatten es auf mich abgesehen. Sie wollten mich und meine Gabe, außerdem die von meinem Ehemann und bester Freundin.
Nachdem ich eine Drohung von ihnen erhielt, hielt ich es nicht mehr aus und verließ die Familie, zu ihrer einen
Sicherheit. Doch ich hielt es nicht lange aus und schon nach paar Tagen kam ich wieder, wo es jedoch zu spät war.
Die Volturi waren da und griffen meine Familie an. Sie wollte alle umbringen außer mich. Zuerst war ich wie erstarrt und stand nur dumm im Gebüsch herum, doch als ich sah... das mein Ehemann von
einem der Volturi angegriffen wurde, obwohl er gerade schon gegen einen anderen kämpfte, hielt ich es nicht mehr aus. Ich rannte um sein Leben.
Plötzlich erschien ein Lichtstrahl, der genau auf ihn hinab ging. Er konnte sich nicht mehr in Sicherheit bringen
und ich sprang hinein.“
Ich zeigte auf meine Narbe und mein Auge.
„Als ich wieder aufwachte, besaß ich dies. Doch es war nicht das was mich erschrak, sondern das, das meine ganze Familie verstreut auf dem Boden lagen und gequält nach Hilfe riefen. Sie schliefen
jedoch, was ich schnell heraus fand.
Die Denalis waren da, wie ein Blitz in einem Baum und halfen mir dabei, meine Familie wieder nach Hause zu bringen. Doch als die Denalis mich gesehen hatte, hatte sie so ein großen Schreck
bekommen, das sie zuerst geglaubt hatte, das ich der Feind wäre.“
Ich schluckte und fühlte mich so, als ob mein Herz wieder anfinge zu Schlagen, zu schlagen vor angst.
Das nächste jedoch wisperte ich nur noch, da ich es kaum aussprechen konnte. „Wir stellten schnell fest, das sie ihr Gedächtnis verloren hatten und ich traute mich nicht ihnen unter die Augen zu
treten, wegen meiner Narbe. Die Denalis halfen mir dabei, meiner Familie alles einfacher zu machen und alle Erinnerungen von mir weg zu schneiden. Bilder, Videos und andere Dinge verbrannten sie
restlos auf einem Haufen Feuer...“ Ich schloss meine Augen, denn die Gesichter von den Cullens konnte ich jetzt nicht mehr ansehen. Mittlerweile hatte sie raus gefunden, von welcher Familie ich
sprach.
„Bald darauf tauchten die Volturi wieder auf und ich ging mit, mit dem Versprechen, das sie ohne Erlaubnis nicht mehr nach Amerika kommen durften... so wurde ich ein Volturi und verlor meine
Familie...“ Wieder kullerten Tränen meine Wange hinunter und auch diesmal wollte ich es nicht verhindern. Dennoch hätte ich mir gewünscht, das Edwards Brust mir dabei half, besser mit dem Schmerz
um gehen zu können.
Als ich so dar saß, versuchten mich diesmal nicht die Cullens zu trösten, sondern die Denalis übers Telefon. Sie sagten immer wieder, das sie gleich da sein würden und das sie mich gleich in den
Arm nehmen würden, doch es beruhigte mich einfach nicht. Ich fühlte mich jämmerlich mit diesen Schmerzen.
Vorsichtig strich mit plötzlich Alice über den Rücken, als auch schon die ersten Denalis herein stürmten. Ich sah, wie Eleazar noch Edward und Nessie weg drückten, wie Garret und Kate, Alice und
Esme zur anderen Seite schafften und wie sich nun Tanja und Charmen neben mich setzten und mich in den Arm nahmen. Ich weinte erbarmungslos weiter ohne es zu unterbrechen.
„Beruhige dich meine kleine, alles wird gut.“ flüsterte mir Tanya in die Ohren und auch Charmen flüsterte los, Derweil bemerkte ich verschwommen, wie Eleazar eine Tasche auspackte und eine Menge
Bilder hinunter fielen. Auf eins der Bilder sah ich mich mit Edward. Arm in Arm auf einer Bank sitzen.
Die Tränen wurden stärker und mein Schlurzen lauter. Ich konnte nichts mehr hören und ich wollte mich nicht beruhigen. Warum musste ich immer leiden? warum war ich ein Monster geworden? Warum
musste ich ausgerechnet hier Urlaub machen? Warum? Warum? Warum!
(Bella Pov)